Psychosoziale Beraterin
Dipl. Lebens- und Sozialberaterin
Systemisches Coaching
Spezialisierung - Tod am Lebensanfang
und Palliative Care
Kinderkrankenschwester
Ich kann mich noch erinnern, als ich mich als 7-jährige beim Begräbnis meines Opas wunderte, dass so viele Menschen weinen. Leider nicht erinnern kann ich mich, dass jemand mit mir über den Tod meines Opas gesprochen hätte.
Ich weiß nicht, ob ich damals die Endgültigkeit des Todes noch nicht verstanden habe (was in dem Alter normal sein kann) oder ob ich davon überzeugt war, dass es ihm besser geht, dort wo er nach seinem Tod ist…
Ich habe mich in meiner Ausbildung zur Kinderkrankenschwester viel mit dem Thema Tod und Sterben auseinandergesetzt, hab sogar meine Abschlussarbeit zum Thema „Mit dem Sterben leben - Wie Pflegende mit dem Tod von Patienten umgehen“ geschrieben.
Als jedoch 2 Jahre später ein Patient nach meinem Dienst verstorben ist, fiel ich in ein Loch. Mein ganzes Wissen hat mir nichts genützt in dieser Situation und ich hatte das Gefühl, keinen Raum zu haben, wo ich darüber sprechen hätte können…
Jahre später habe ich in meiner Palliativausbildung diesen Raum bekommen. Ich konnte die damalige Situation besprechen, analysieren und sie somit auch endlich bearbeiten. (Das habe ich nämlich in den ganzen Jahren dazwischen verdrängt – und deshalb bin ich ganz nebenbei davon überzeugt, dass Zeit nicht alle Wunden heilt).
Durch den Mut, mich der Situation “nochmal“ (bzw. eigentlich zum 1. Mal wirklich) zu stellen, hatte ich das Gefühl, dass sich endlich etwas in mir verändert, eine Art Ruhe, die sich ausbreiten konnte. Ich habe gelernt, dass ich die Situation nicht ändern kann, aber sehrwohl meinen Umgang damit und wie ich sie in mein Leben integriere.
Als psychosoziale Beraterin möchte ich genau diesen Raum bieten (der in unserer Gesellschaft so sehr fehlt) – es darf über alles gesprochen werden, besonders über vermeintliche Tabus wie Sterben und Tod.
Ich möchte alle ermutigen sich Hilfe und Unterstützung zu holen bzw. sie anzunehmen, wenn es momentan alleine nicht geht, denn das beweist in meinen Augen Stärke. Trauer gilt es zu durchleben, nur so kann sie sich wandeln und Veränderung stattfinden. Es ist nie zu spät, damit anzufangen...
Und oft ist dieser Weg durch die Trauer leichter, wenn man begleitet wird!
In diesem Podcast erzähle ich über meine Arbeit, wie man mit Tod und Verlust umgeht.
Danke an Andreas von Maisblau Videoproduktion.
Ich habe eine Facebook-Seite, wo ich regelmäßig kurze Beiträge schreibe zu den Themen Abschied, Verlust und Trauer. Sie sind zum Lesen, Nachdenken und Teilen gedacht. Gerne kann man Follower werden, auch auf Instagram.
Ich werde immer wieder gefragt, was der Schmetterling in meinem Logo bedeutet. In den Büchern von Elisabeth Kübler-Ross habe ich gelesen, wie sie Kindern versucht hat, den Tod zu erklären. Unter anderem anhand des Beispiels der Raupe, die zu einem Kokon wird - sie stirbt. Und danach wird sie zu einem Schmetterling - erwacht zu neuem Leben. Dieses Bild begleitet mich seither und einerseits steht für mich der Kokon für den Tod und der Schmetterling für das Leben danach, an das ich persönlich glaube. Andererseits symbolisiert der Schmetterling und diese Verwandlung/Metamorphose für mich, dass sich das Leben nach dem Tod für Trauernde ändert. Die Frage dabei ist, wie man diese Veränderung gestaltet und ob sie trotz der Trauer gut und schön werden kann, wie ein Schmetterling. Genau auf diesem Weg begleite ich Menschen - dieses neue Leben annehmen und gestalten zu lernen.
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Elisabeth Weihs
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Beratungen auch im Pfarrhaus St. Florian
Wiedner Hauptstraße 97
1050 Wien
Danke an Christina Schön (https://schoenfotografiert.at/) für alle Fotos!
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